Deftige Reistorte (zweistöckig) mit Zwiebeln, Kartoffeln und Zucchini

So ein geiles Essen muss einem erst mal einfallen!

Zutaten:
● Reis
● Zwiebeln
● Kartoffeln
● Zucchini
● Olivenöl
● Salz

Zubereitung:
Das Gemüse würfeln und im Olivenöl anbraten. Den Reis im Salzwasser kochen. Dann zuerst den Reis auf den Teller (erster Stock) und dann das gebratene Gemüse (zweiter Stock).

Voll scheiße, dass mir das zur Hochzeit noch nicht eingefallen war, sonst hätten wir das alle zusammen noch spachteln können. Das wäre bestimmt ein witzigerer Abend geworden als so. Womit ich aber nicht sagen möchte, dass der Abend/die Hochzeitsnacht nicht cool war, war schon okay. Jetzt aber nichts wie ran an die Töpfe und Pfannen!!!

Hier gibt’s noch Infos zu meiner Hochzeit

Hochzeit

Jetzt sind wir außerdem verheiratet.
Das ist nicht so kompliziert, aber ganz einfach ist es auch nicht. Zuerst sind wir aufs Standesamt und dachten, wir könnten uns gleich trauen lassen. Aber so geht das nicht, da braucht man einen Termin und sogar die Geburtsurkunde, als ob der Personalausweis da nicht reichen würde. So ein Blödsinn. Aber gut, nach drei Wochen war dann der Termin. Ursprünglich. Den mussten wir aber verschieben, weil der eine Exfreund von meiner Freundin da keine Zeit hatte, der sollte nämlich ihr Trauzeuge sein. Das hatte sie sich in der Zwischenzeit nämlich noch überlegt, dass sie einen Trauzeugen haben will.
Ich hatte keinen Trauzeugen. Braucht man heutzutage nämlich nicht mehr, das war zwar mal Pflicht, ist es jetzt aber nicht mehr. Also was soll ich mir so was aufhalsen?
Wir mussten dann noch mal zwei Wochen warten und dann hat es aber problemlos geklappt. Alle hatten Zeit. Wir waren auch bloß zu dritt und sind dann noch ein paar Stunden miteinander rumgehangen. Zuerst vor dem Standesamt an dem Brunnen und dann noch in einem Lokal. Am Abend war ich bereits ein bisschen angeschickert vom Sekt und vom Bier und hätte eigentlich Bock aufs Internet gehabt, aber ich dachte mir, an so einem Tag lasse ich den Computer mal aus.
Das ging dann auch eine Stunde oder so gut, aber meine Freundin (Frau jetzt), hat nicht aufgehört, auf ihrem Smartphone zu scrollen und herumzuwischen, da habe ich irgendwann die Geduld verloren und auch ein bisschen das Internet angemacht. Da war aber eigentlich gar nichts los. Voll deprimierend irgendwie, wenn nicht mal im Internet was los ist. Irgendwann war es dann auch spät und mir ist eingefallen, dass das ja jetzt die Hochzeitsnacht ist. Na ja, so war das.
Alles in allem war es eigentlich ein ganz schöner Tag.

Nudeln mit Tomatensoße

Zutaten:
● 300 g Fusilli
● 1 Dose Bio-Tomaten gehackt mit Zwiebeln
● 80 g Bio-Brotaufstrich Aubergine-Kräuter
● ein paar Scheiben Pilze aus dem Glas oder der Dose

Zubereitung:
Die Nudeln kochen, abseihen und zurück in die Pfanne oder den Topf, das Tomatenzeug dazu, sowie den Aubergine-Kräuter-Aufstrich und die Pilze, dann weiterkochen bis alles warm ist.

Anmerkung: Eigentlich wollte ich ja, weil ich mir heute zum Besonderen und zum Normalen schon Gedanken gemacht habe, ganz normale Nudeln mit Tomatensoße kochen. Aber dann waren da noch dieser Aubergine-Kräuter-Aufstrich und der Rest Pilze, wo ich von beidem nicht wusste, wie lange es noch hält, und dann habe ich das auch noch mit reingemacht, obwohl ich eigentlich gar nichts so Besonderes machen wollte. Es hat natürlich gut geschmeckt und wahrscheinlich schon besser als nur die Nudeln mit dem Tomatenzeug, aber es war halt voll inkonsequent meinem ursprünglichen Vorhaben gegenüber, und ich hasse das, wenn ich mir was vornehme und es dann nicht schaffe, das durchzuziehen.

Hier geht’s zu den Gedanken zum Besonderen und zum Normalen

Das Besondere

Die Frequenzen von der Induktionskochplatte machen mich in letzter Zeit zunehmend fertig, die fahren mir immer öfter richtig schrill rein. So irgendwie in den Gehörgang. Wie wenn jemand Styropor aneinander reibt. Zum Glück haben wir noch normale Platten. Das Normale ist eigentlich immer das Beste. Aber das sind die wenigsten bereit zuzugeben, die wollen immer das Besondere. Ich scheiße auf das Besondere. Das Besondere macht mich krank.

Frühstückssalat

Zutaten:
● 7 Blätter von einem Romanaherzen
● 3 – 4 in Öl eingelegte Artischocken
● Salz
● 1 dicke Scheibe Brot

Zubereitung:
Den Salat und die Artischocken zerschneiden und salzen.
Zusammen mit einer dicken Scheibe Brot servieren.

Tipp: Mit der Brotscheibe kann man sich den Mund abwischen, wenn er ölig wird. So haben das unsere Großväter und Großmütter auch schon gemacht. Das ist nämlich das Schöne an Traditionen und Bräuchen, wenn sie nützlich sind. Die meisten Traditionen und Bräuche sind leider voll der unnötige Scheiß, wie das meiste im Leben.

Der Blick für alten Frauen

Voll krass: Langsam entwickle ich den Blick für alte Frauen. Ich hätte früher nie gedacht, dass das geht, also dass man so Frauen ab Fünfzig noch geil finden kann, weil die halt alt sind, älter als die eigene Mutter und noch älter. Und halt auch nicht mehr gut aussehen. Aber das stimmt gar nicht. Das heißt, eigentlich stimmt es schon, aber dann auch wieder nicht. Wenn man so dreißig ist, merkt man plötzlich, dass einem auch die Falten ein bisschen gefallen. Und zuerst halt nur ein bisschen und dann immer mehr. Ich schätze mit vierzig fährt man dann schon ziemlich drauf ab. Und auch, dass man sich mal denkt: „Oh, die Augen von der sind schön.“ Die haben nämlich viel gesehen, darum sehen sie erfahren aus und das macht sie schön. Und dann kommt ja noch dazu, dass nur Gleichaltrige oder Ältere wissen, was man selber weiß. Jüngere wissen das ja nicht mehr. Die kennen ja Filme und Serien aus den 80ern kaum noch, wenn die 1995 oder so geboren sind. Das spielt natürlich alles eine Rolle, weil beim sexuellen Empfinden spielt sich viel auch im Kopf ab, und nicht alles nur vor den Augen. Auch wenn man das immer meint, wenn man jung ist. Da denkt man: „Die ist geil und die ist geil“ und so weiter, aber so geil sind die alle gar nicht, oder sind es später genauso noch. Man kann sich also ruhig Zeit lassen. Man muss gar nicht unbedingt mit 18 schon Sexkontakte haben.

Auberginen-Tagliatelle

Zutaten:
● 1 Büchse Pilze (3. Wahl sind am besten, die sind schon in Scheiben)
● 2 Karotten
● 1 Zwiebel
● 1 Auberginene
● Salz
● 300 g Tagliatelle
● Salatkräuter gefriergetrocknet
● Olivenöl

Zubereitung:
Das schmeckt mir persönlich genauso gut wie die Paprika-Pilz-Tagliatelle. Die Zubereitung geht aber anders:
Die Pilze aus der Dose abseihen, das Wasser rausquetschen und braten. Die Karotten, die Zwiebel und die Aubergine in Streifen schneiden (die Karotte kann man auch in Scheiben schneiden, wenn man will, dass es wie auf dem Bild aussieht) und in dieser Reihenfolge mit in die Bratpfanne geben. Jetzt muss das ganze Zeug ewig braten und man muss oft wenden, damit es nicht anbrennt, spätestens hier sollte man sich ein Bier aufmachen oder Wein trinken, sonst wird es einfach zu langweilig. Wenn alles schön braun ist, kommen die – wichtig: ungekochten! – Tagliatelle drauf und ungefähr 300 ml Wasser. Das Salz und die Salatkräuter nicht vergessen. Jetzt muss es wieder ewig kochen. Die Tagliatelle werden langsam weich und aus der Aubergine ergibt sich ein schöner, soßiger Schleim. Oftmals wenden bzw. rühren, am besten geht es mit einem Bratwender. Das Essen schmeckt so gut, man bekommt so was wirklich in keinem Restaurant. Also, probiert’s aus!