Brat-Tagliatelle

Zutaten:
● 1 Aubergine
● 1 Zucchini
● Tagliatelle
● Olivenöl
● Salz
● Pfeffer
● Basilikum
● Tofu

Zubereitung:
Die Nudeln kocht man, das Gemüse und den Tofu brät man und dann kippt man alles zusammen. Aber jetzt kommt der Clou an dem Gericht: Man isst es nicht gleich, sondern wartet bis es kalt ist, und wenn es kalt ist, kippt man nochmal Öl nach und brät es rundherum herzhaft heraus!

Das war eigentlich Zufall, dass das Gericht entstanden ist. Weil erst habe ich es normal gekocht und eigentlich wollten wir es gleich essen, aber dann war meine Frau noch beschäftigt mit irgendwas und ich war schon stinksauer, dass jetzt das blöde Essen kalt wird. Aber ich habe es hingenommen, weil was soll man machen? Und als es dann kalt war, wollte ich eigentlich, dass wir es kalt essen. Zur Strafe oder halt einfach so, was weiß ich. Meine Frau hat dann angefangen, Stress zu machen, dass sie es auf jeden Fall warm haben will. Und ich habe zuerst total darauf bestanden, dass wir es kalt essen, bis wir uns richtig gestritten haben, weil wir uns vor der Ehe versprochen haben, dass wir in der Zukunft alles gleich machen wollen. Also dass wir auch immer das Gleiche essen und so, und weil man ein Versprechen nicht brechen darf, musste das Gericht jetzt halt entweder kalt oder warm gegessen werden. Aber meine Frau ist so stur und gibt nie nach, dass wir uns eigentlich gar nicht streiten hätten brauchen. Ich hätte es einfach gleich wieder warm machen können, ohne den ganzen Ärger. Aber manchmal wird es halt auch mir zu viel. Und jetzt kommt es:
Damit es nicht anbrennt beim Aufwärmen, habe ich nochmal Öl reingekippt und es ewig gebrutzelt, und das hat dann plötzlich saugut geschmeckt, ich hätte es nicht geglaubt! Hammer!

Meine Frau war nach dem Essen auf einmal wieder übel sauer, deswegen hat sie mich in mein Zimmer geschickt. Sie sagt dann immer ganz ruhig, so als wäre nichts: „In den Schlauch.“ Weil mein Zimmer eigentlich nur so ein schlauchförmiger Gang ist. Die Zimmer sind ein bisschen blöd aufgeteilt, das eine ist voll groß und das andere nur so ein kleiner Schlauch. Aber wir wollten von vorneherein beide ein eigenes Zimmer, auch mit eigenen Betten. Nachdem ich mein Zeug in der alten Bude stehen habe lassen, habe ich jetzt nur so eine Isomatte mit Schlafsack, aber ein richtiges Bett passt eh nicht in den Schlauch. Vielleicht später mal ein Sofa. Das Wichtigste ist eh, dass ich in meinem Zimmer in Ruhe an meinem Blog arbeiten kann.

Anmerkung: Im Grunde genommen habe ich das aktuelle Rezept meiner Frau zu verdanken, daran kann man sehen, dass es bei allen Problemen, auch immer wieder wertvoll ist, in einer Partnerschaft zu leben, weil man in einer Partnerschaft immer wieder vom anderen profitiert.

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