Beliebtheit – Fluch oder Segen?

Ich weiß nicht, ob es schon jemandem aufgefallen ist, aber ich kann ziemlich gut rechtschreiben. Ich mache auch relativ wenige Tippfehler, das muss man auch mal sagen, und vor allem lese ich mir jeden Beitrag nach dem Schreiben noch einmal durch, bevor er in den Blog kommt. Stichwort: Qualitätskontrolle.
Weil ich das einfach so verinnerlicht habe, Sachen richtig zu schreiben und auch die angemessenen Satzzeichen zu verwenden, mache ich das nicht nur im Blog, sondern auch bei Facebook (sogar in den PNs). Jetzt hat eine Umfrage oder eine Studie oder was aber ergeben, dass Satzzeichen, vor allem am Satzende, die Menschen misstrauisch machen, ob man es ehrlich meint. Also zum Beispiel ein Punkt am Ende von einem Satz. Das finden die Leute inzwischen unsympathisch, teilweise sogar überheblich, arrogant und so was. Und das bringt mich voll in die Bredouille. Die meisten Leute schreiben eh absichtlich voll viel falsch, dann fällt automatisch jedem ein bisschen was auf, was falsch ist, und dann finden die sich gegenseitig sympathisch. Das ist gar nicht unbedingt weil die Leute dumm sind. Die Leute sind halt so. Aber ich müsste jetzt halt Sachen absichtlich falsch schreiben, in der Hoffnung, dass was dabei ist, was jemanden auffällt. Mir selber gefällt das aber gar nicht, wenn Sachen falsch geschrieben sind. Das sieht einfach blöd aus für mich. Auch Satzzeichen finde ich gut eigentlich. Wenn was wichtig ist, nimmt man ein Ausrufezeichen. Wenn was sehr wichtig ist, nimmt man drei Ausrufezeichen. Aber voll viele Leute nehmen immer beliebig viele Ausrufezeichen. Zehn oder elf oder zwei. Die drücken einfach auf die Taste und wissen dann gar nicht, wie viele Ausrufezeichen sie verwendet haben. Oder bei punkt punkt punkt, da nimmt man immer drei Punkte, ist doch logisch, darum heißt es ja auch punkt punkt punkt. Und man macht auch immer ein Leerzeichen davor. Die sollen nämlich nicht am letzten Wort anhängen, weil das sieht doch unmöglich aus. Bei dem Eigennamen „Wetten dass..?“ ist es eine Ausnahme, weil sich das Frank Elstner so ausgedacht hat. Ich weiß auch nicht, was er sich dabei gedacht hat. Ich find den Typ auch nicht so cool.
Wie auch immer fällt es mir schwer, mich dem absichtlichen Falschschreiben von irgendwelchen Wörtern zu beugen. Wenn man die beliebtesten Fehler als Grundlage für neue Regeln nehmen würde, wäre es okay, dann würde ich es sofort den Regeln nach schreiben. Aber ganz ohne Regeln, ich weiß auch nicht. Früher oder später setzen sich die Fehler durch. Aber das ist halt ein Prozess, der ständig im Gang ist. Wie eigentlich alles im Leben. Ich finde das beunruhigend, wenn ich darüber nachdenke. Nie ist irgendwas endgültig. Immer geht alles irgendwie weiter.

Ein Gedanke zu “Beliebtheit – Fluch oder Segen?

  1. „Aj jo“, ich versuche das ähnlich zu handhaben, meistens erfolgreich. Ohne „Flax“, das sich eigentlich „Flachs“ schreibt, also auch nicht „Flacks“. (^_~)

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