Zweifel

Ich muss ständig alles überdenken, ob ich es noch gut finde, oder doch schlecht. Ich bekomme in letzter Zeit sogar voll oft Magenschmerzen wegen so was. Ich lasse jetzt bei PNs auch meistens den Punkt am Ende weg, wenn es nur ein Satz ist. Albern, den Punkt zu machen. Ich wünschte, ich hätte nie gelernt, alles immer richtig zu schreiben. Jetzt bin ich auf alle Zeit verloren für den freien und kreativen Umgang mit Wörtern und Satzzeichen und Sätzen und dem ganzen Scheiß. Das ist irgendwie voll schlimm. Je länger ich darüber nachdenke, desto schlimmer wird es. Weil das lässt sich auf alles übertragen, es gibt so vieles, das man gar nicht mehr ändern kann. Wenn die Leute fett sind, dann können sie einfach abnehmen. Das ist so einfach. Aber manche Sachen lassen sich halt wirklich nicht ändern, und das ist schlimm, schlimm und schlimm. In manchen Momenten ist es auch egal, wenn ich mich erinnere, wie ich oft dahocke, vom Bier ganz blau, und dann denke, dass alles an mir nicht nur gut, sondern viel besser als bei jedem anderen ist, weil ich Peter von „Kochen mit Peter“ bin und das alles zum Beispiel, aber irgendwann ist man wieder nüchtern und liegt nachts schlaflos im Bett und dreht sich hin und her, weil man nichts trinken darf, weil in drei Stunden der Wecker klingelt.
Ich habe viel über berühmte Leute gelesen, denen es so ähnlich ging, und deswegen denke ich schon, dass ich besser bin als die meisten, also zumindest was Besonderes. Was Besonderes ganz bestimmt. Und die ganzen dämlichen Leute, dass die für den Arsch sind, das ist eh klar. Was war das zum Beispiel vorhin im Schwimmbad für eine Scheißsau, die nicht mehr aufgehört hat, sich zu duschen? Die hat sich da ihre Jahresdusche abgeholt. Und zwischen dem Abspülen hat sie immer ewig an sich herumgematscht, so dass man es im ganzen Bad gehört hat. Irgendwann wollte ich raus aus dem Becken, auch weil ich schon voll pissen musste, aber die hat einfach nicht aufgehört zu duschen, und ich wusste ja nicht, ob die nackt ist und dann voll rumscheißt, wenn ich dazukomme. Dass solche Leute voll scheiße sind und die auch kein Leben nach dem Tod erwartet, das ist schon klar, und dass ich zu den jährlich circa zehntausend Leuten zähle, die nach dem Tod auferstehen, da bin ich mir eigentlich sicher, aber trotzdem wäre ich gerne schon im Leben einer von den, sagen wir mal, fünf Besten, die es überhaupt gibt. Also, von allen, die jetzt leben. Und auf die komplette Menschheitsgeschichte gerechnet vielleicht einer von den besten Zweihundert. Aber ist das realistisch? Ich weiß es manchmal nicht, die Gedanken kreisen dann einfach, und kreisen und kreisen. Ich hoffe irgendwie immer nur das Beste für mich, und auch für die Leute, die mir nahestehen, auch für mein Frau, aber man kann einfach nicht wissen, was am Ende dabei herauskommt.

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