Manfred und die Gedichte

Wie sich diese Literatur-Trottel gleich an einen ranwanzen, nur weil man mal ein bisschen was aus seinem Leben aufschreibt. Da ist dieser Typ, der öfters bei so Gedichtwettbewerben gewinnt, der war plötzlich in meiner Freundesliste bei Facebook, und weil er mir irgendwas geschrieben hat, habe ich geantwortet, dass ich mir zur Zeit auch immer überlege, ob ich mal ein Gedicht schreibe, und dann meinte er sofort, immer mal probieren, und er gibt mir dann eine Rückmeldung dazu. Als ob ich ihn voll bewundere oder was, aber dann ist mir erst ewig nichts eingefallen, und weil ich aber doch wissen wollte, was er schreibt, habe ich dann einfach einen Onkelz-Text kopiert („Die Stunde des Siegers“, der ist der Hammer!) und irgend so einen Scheiß von Lindemann, wo überall Augen sind, am Hoden, am Nacken, auf den Lippen, eigentlich ganz lustig, aber auch ein bisschen blöd, das habe ich auch kopiert und dann beides dem Manfred geschickt, so heißt der Typ, und sofort kam die Antwort: „Hallo Peter, ich kriege gleich Besuch – doch, sobald ich „Luft“ habe, schreibe ich gern was zu Deinen Texten. Herzliche Grüße!“ Und ich so: „Ja, okay.“ Und zwei Tage später kam dann irgendwas, dass er das mit den Hoden ganz gut fand und von wegen einer „schonungslosen, aber sinnlichen Schärfe“ und so weiter, voll irre, der Typ, und dann hat er mir auch noch vorgeschlagen, dass er irgendwelche Korrekturen daran machen kann. Wahnsinn, der denkt, er wüsste es besser als die Onkelz oder Lindemann, das wollte ich natürlich sehen! Ich also: „Korrekturen wären klasse!“ Und dann vergehen erst mal fünf Tage. Und ich so: „Was ist los? Schon wieder Besuch?“ Und dann, eine Stunde später, schreibt er, dass er nicht weiß, was er korrigieren soll. Ist ihm doch nichts eingefallen, war ja eigentlich klar. Das Lindemann-Gedicht war zwar so ein bisschen blöd, aber bei den Onkelz kann man ja wohl echt nichts korrigieren. Was die schreiben, kann niemand korrigieren.

Ich habe noch einen coolen Texte gefunden. Ich musste ja für die Texte, damit ich sie kopieren konnte, nach einer Seite suchen, wo sie draufstehen, dabei habe ich dann noch einen wahnsinnig guten Text von irgend so einer Punkband gefunden, der Song heißt „Arschlecker“ und geht so:

…laß mich in Ruhe…laß mich allein
ich will nicht mehr dein Arschlecker sein

du glaubst du wärst die schärfste Frau
ich piß dir in die Fresse du alte Sau
du glaubst du hast mich total in der Hand
hau ab oder ich hau dich mit dem Kopf durch die Wand

ich will nicht mehr dein Arschlecker sein …

dein Arsch ist fett, dein Blick so cool
doch bevor ich dich ficke werd‘ ich lieber schwul

laß mich in Ruhe, laß mich allein
ich will nicht mehr dein Arschlecker sein …

Das nenne ich mal einen coolen Text. Der beschreibt auch perfekt die Situation bei meiner Frau und mir! Zuerst, also am Anfang von unserer Beziehung, wollte sie nämlich auch immer, dass ich ihr am Arschloch rumlecke, und zuerst ging das auch noch, aber dann wollte sie es immer öfter und ewig lang und hat auch nicht mehr so gut, also nicht mehr so gründlich rasiert und dann fand ich es immer schlechter und musste aber trotzdem, weil sie es halt einfach von mir wollte, und dann wäre es auch irgendwie blöd gewesen, einfach nein zu sagen – aber inzwischen ist damit Schluss!

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