Gute Aussicht

Vor sieben Tagen habe ich das letzte Mal was von meiner Frau gehört. Das war als sie heimgekommen ist und sich dann eingesperrt hat. Seitdem kein Geräusch. Einmal dachte ich, ich hätte was gehört. Aber da habe ich mich wahrscheinlich einfach getäuscht. So was passiert. Ich meine, dass man sich mal täuscht oder verhört. Egal. Das Buch ist fertig. Ich gehe jetzt nach draußen und saufe. Ich will irgendwohin, wo ich eine gute Aussicht habe. Das ist das einzige, was ich noch will: Eine gute Aussicht. Der Rest interessiert niemanden mehr.

Ach ja: Alle Rezepte sind für 2 bis 4 Personen. Das stand nie dabei. Aber was soll’s schon. Ist doch egal, wenn was übrig bleibt.

Bekanntmachung

An alle, die denken, dass sie sich das große „Kochen mit Peter“-Buch nicht kaufen müssen, weil alles ja schon im Blog steht: Fickt Euch!!! Natürlich gibt es Extra-Kapitel, die nur im Buch sind! Wer alles wissen will, wird kaum um den Kauf herum kommen! Was ist das außerdem für eine geizige Einstellung? Außer dem Geld von der Verwertungsgesellschaft Wort und diversen Werbeeinnahmen bekomme ich für den Blog nichts! Nochmal in Großbuchstaben für die ganz Blöden: NICHTS!

Hartes Zeug

Das Rapsöl ist deswegen so gefährlich, weil da der Rauchpunkt schon bei 140 Grad liegt. Bei Olivenöl liegt er erst bei 180 Grad. Eine normal Herdplatte wird aber 300 Grad warm und in der Pfanne sind es dann immer noch 200, wenn man nicht aufpasst. Kochen geht, da kann man Öl mit reinkippen so viel man will, weil da verdampft das und dann wird es nicht giftig. Braten ist aber grundsätzlich gefährlich. Da ist der Rauchpunkt schnell erreicht und dann entsteht der giftige Stoff, ich habe seinen Namen vergessen. Ich wusste ihn vorhin schon mal, jetzt fällt er mir aber nicht mehr ein und ich habe keinen Bock nochmal ewig danach zu suchen. Ich hatte früher viel mehr Lust auf Fachinformationen und das alles, aber wenn alle um einen rum immer blöder werden, sehe ich auch nicht ein, mich selber ständig schlau zu machen. Und das dann am besten noch mit anderen zu teilen. Was habe ich denn davon? Ich merke das bei Facebook, da sind wirklich fast alle dumm. Und alle teilen dummes Zeug, auch die, die vielleicht gar nicht so richtig dumm sind. Wenn die mal was wissen, behalten sie es hunderpro für sich. Ich bin ja schon bereit zu teilen, aber inzwischen interessiert mich alles auch gar nicht mehr so genau. Warum auch?
Braten fand ich mal super, aber das mache ich kaum noch, ich mache auch keine Brotzeit mehr. Ich kann das ganze harte Zeug nicht mehr essen. Kaum beiße ich in eine Semmel (oder Brötchen oder Schrippe), ist das ganze Ding voll Blut. Und wenn ich sie aufgegessen habe, hängt mir der Gaumen in Fetzen. Das ist doch scheiße.
Brot mit Sekt und Bier und vielleicht noch so einem Dip, das fand ich früher mal super, aber ach, eigentlich auch egal, das kenne ich ja alles schon. Zur Zeit gibt es immer Brei. Also Haferflocken mit ein bisschen Wasser heißgemacht, dann ein bisschen Suppenpulver rein und zum Schluss noch ein Stück Margarine. Das Rezept habe ich noch nicht veröffentlicht, aber das kann ich mir, denke ich sparen, wenn man es hier gelesen hat, kann man es ja einfach nachkochen. Dann brauche ich auch kein Foto für den Blog machen.
Den Brei gab es früher immer, als kleines Kind. Das war eh die beste Zeit, als kleines Kind, als noch alles neu und interessant war. Als kleines Kind ist einfach automatisch alles okay, als Erwachsener braucht man dann Alkohol.

Warnung: Wichtig!!! Rapsöl

Rapsöl in Glasflasche, blühendes Rapsfeld
Rapsöl in Glasflasche, blühendes Rapsfeld

Falls ich irgendwo mal geschrieben habe, dass Ihr Rapsöl zum Braten nehmen könnt, macht das auf keinen Fall! Die Omega-3-Säuren werden beim Braten giftig! Da bilden sich Krebserreger! Alles schmeckt ganz normal, aber man sollte es auf keinen Fall essen! Bitte merken!!!

P.S.: Ich weiß nicht, warum da steht „Rapsöl in Glasflasche, blühendes Rapsfeld“. Voll scheiße, ich weiß nicht, wie das weggeht. Das hat es automatisch hinzugefügt. Das gehört nicht zu dem Bild. Das habe auch nicht ich geschrieben.

Mit Früchten gefüllte Schale

Zutaten:
● 1 Pfirsich
● 20-30 Trauben

Zubereitung:
Alles abwaschen, die braunen Stücke wegschneiden, den Rest kleinschneiden und in eine Schale geben. Schmeckt immer. Obst mag eh jede*r und das gibt es ja auch schon immer. Klassiker halt. Kann man nichts falsch machen. Kann man anstatt dem Pfirsich und den Trauben auch genauso gut irgendwas anderes nehmen. Außer Äpfel, die nicht. Äpfel sind Bauenobst, so was frisst kein anständiger Mensch.

P.S.: Ihr könnt gerne alle kommentieren. Die Kommentare kommen aber nicht mit ins große „Kochen mit Peter“-Buch, da habe ich einfach keinen Bock drauf. Bitte nicht falsch verstehen, die Kommentare sind nicht schlecht oder so. Ich glaube nur, dass sie nichts in dem Buch verloren haben. Kann aber sein, dass ich es mir anders überlege. Ich kann das auch von Fall zu Fall entscheiden. Weiß ich jetzt einfach noch nicht.

Kartoffelauflauf

Ich habe mich dann richtig auf Zuhause gefreut. Der Ausflug hat mir gezeigt, dass ich mit dem Drinnenbleiben genau richtig liege. Ich habe auch meine Frau vermisst und mir deswegen gedacht, dass ich ihr mal wieder was kochen könnte. Ich habe ihr dann von der Idee erzählt und gefragt, ob ich in die Küche darf. Das Sojafleisch mit Mais habe ich immer in meinem eigenen Zimmer gemacht, diese Sojabrocken muss man nicht unbedingt kochen, das reicht, wenn man die einfach kurz in warmes Wasser einlegt, da werden die sofort weich. Vom Kochen werden sie dann eigentlich nur wärmer. Das brauche ich nicht unbedingt. Mir ist eh immer viel zu warm. Das war in der alten Wohnung nicht so, hier aber schon. Aber scheiß drauf, ist jetzt halt so. Gibt Schlimmeres. Zum Beispiel wenn es immer voll kalt wäre, das wäre auf jeden Fall schlimmer. Jedenfalls hat meine Frau ja gesagt und als ich gesagt habe, dass ich Kartoffelauflauf machen kann, hat sie gesagt meinetwegen.

Zutaten:
● 10 Kartoffeln
● 4 Zwiebeln
● 1 Packung Sojamilch
● 1 Packung Hefeflocken
● 1 Packung Wilmersburger Scheiben
● 100 g Margarine
● Salz und Pfeffer
● 1 Packung Knorr 100% natürliche Zutaten für Nudel-Schinken-Auflauf (Zutaten: Maisstärke, Reismehl, 20% Zwiebeln, Zucker, Meersalz, 4,5% Tomatenpulver, Maiskeimöl, 2,5% Schnittlauch, Paprika, Knoblauch, Selleriesamen, Pfeffer, Kartoffelstärke, Zitronensaftpulver, Muskatnuss, Curcuma, Speisesalz, Lorbeerblätter, Liebstöckelwurzel, Bockshornkleesamen. Achtung kann Spuren von Gluten, Milch Ei und Senf enthalten. Das steht da halt immer.)

Zubereitung:
Die Zwiebeln in dicke Scheiben schneiden und in eine große Salatschüssel werfen. Danach die Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben schneiden und ebenfalls in die Schüssel damit. Jetzt muss man die Sojamilch mit dem Knorr-Pulver, den Hefeflocken und dem Salz und dem Pfeffer verrühren und über das Zeug in die Schüssel schütten. Die Auflaufform muss man mit Margarine einfetten und den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Wenn man das Vorheizen vergessen hat, ist es nicht so schlimm. Geht auch so, dauert dann halt nur ein bisschen länger.

Bei mir hat der Auflauf ewig gedauert, weil ich zuerst viel zu wenig Milch genommen habe. Ich musste dann ewig nachgießen. Immer wieder nachgießen. Meine Frau ist dann schon richtig ungeduldig geworden und hat angefangen, Schokolade zu essen, weil es so lange gedauert hat. Und dann hat sie mir vorgeworfen, dass ich eh nur zum Saufen in der Küche stehe. „Das Zeug, das du kochst, könnte man auch viel schneller machen!“, hat sie gemeint. „Zuerst dauert es ewig und dann schmeckt es trotzdem wie frisch aus dem Arsch!“ Dass es wie frisch aus dem Arsch schmeckt, hat sie dann zurückgenommen. Sie meinte nur, dass es halt meistens ein bisschen fad schmeckt, weil ich nie abschmecke. Aber abschmecken taugt mir einfach nicht. Nachsalzen kann man doch immer.

Die Wilmersburger Scheiben kommen erst ganz zum Schluss drauf, kurz bevor es fertig ist, damit die so ein bisschen verlaufen. Wenn man sie gleich draufmacht, brennen sie an. Man kann sie aber auch ganz weglassen, wie man mag, oder wie man finanziell gerade aufgestellt ist.

Sojafleisch mit Mais

Zutaten:
● 1 Handvoll Sojabrocken
● ½ Büchse Mais
● Suppenbrühe
● Salatkräuter
● Scharfe Soße

Zubereitung:
Einfach ein bisschen Wasser mit Suppenbrühe nehmen und die Sojabrocken kurz aufkochen, dann den Mais dazukippen. Die Salatkräuter sind optional, die schare Soße auch.

In letzter Zeit habe ich fast nichts anderes gefressen, davon aber ohne Ende. Ich weiß, ich habe immer geschrieben, dass ich gar nichts esse, aber davon habe ich voll viel gegessen, richtig derb viel. Das schmeckt einfach jeden Tag. Ich weiß auch nicht, warum. Es ist so einfach, aber es ist ein Hammeressen. Zum Nachtisch kann man Schokolade nehmen oder einfach Bier oder Wein.

Die Zutaten sind nur für eine kleine Portion, weil es ja so schnell geht, sich das zu machen. Man kann aber ruhig gleich doppelt oder dreimal so viel machen, wenn man will, dass es länger reicht. Ich mache immer gleich drei, vier Portionen.